Die Geschichte des Stifters

Paul Riebeck wurde als fünftes Kind von Carl Adolph Riebeck (1821–1883), dem Großindustriellen und Begründer der Montanindustrie in Deutschland, am 9. Oktober 1859 in Weißenfels geboren. Nachdem die Riebecks 1866 nach Halle gezogen waren, besuchte Paul Riebeck die Schule. Ab 1879 studierte er vier Semester an der Universität Bonn.
Mitte der 1880er Jahre ließ sich Paul Riebeck wieder in Halle nieder und lebte als Rittergutsbesitzer in der Bahnhofstraße 13. Nachdem er an Tuber- kulose erkrankt war, zog er nach Madeira, um Heilung zu finden. Dort lernte er den Tropenmediziner Dr. Carl Mense kennen, mit dem er eine Weltreise unternahm. Diese führte ihn nach Südafrika, nach Neuseeland, Australien, Samoa, Singapur, China und Japan. Im japanischen Yokohama starb Riebeck am 10. Oktober 1889.
In Paul Riebecks Testament, das im August 1888 verfasst wurde, wurde die Stadt Halle zum Erben seines Vermögens eingesetzt: „Dieselbe ist ver- pflichtet, aus dem, was sie von meinem Nachlasse erhält, eine Anstalt für Sieche [Alte], oder für Kranke und Irre, oder für alte, arbeitsunfähige Leute zu begründen“. Damit war der Grundstein für die Paul-Riebeck-Stiftung gelegt

(Kopie 1)

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