Noch größere Selbstständigkeit verspricht ein Leben in den eigenen vier Wänden. Dafür hält das Förderwohnheim Akazienhof elf Mietwohnungen bereit. In den Außenwohngruppen stehen 16, im Intensiv Betreuten Wohnen fünf und seit Mai 2018 im Ambulanten Wohnen neun Plätze zur Verfügung.

Den Alltag selbstständig meistern. Das Intensiv Betreute Wohnen und die Außenwohngruppe

In den acht Zwei- bis Dreiraumwohnungen in der Südlichen Innenstadt, alle in der Nähe des Förderwohnheims, meistern die Mieter ihren Alltag eigenständig. Ob Putzen, Wäsche waschen oder Einkaufen – Hausarbeiten werden selbst in die Hand genommen. Auch mit den besonderen Angeboten der Arbeits- und Beschäftigungstherapie und des Begleitenden Dienstes, die den Mietern der Außenwohngruppen und des Intensiv Betreuten Wohnens geboten werden, wächst die Chance auf mehr Akzeptanz und Integration in der Gesellschaft. Für die Bewohner der Außenwohngruppe ist beispielsweise eine Mitarbeit im Arbeits- und Beschäftigungsbereich des Förderwohnheims bzw. den verschiedenen Bereichen der Stiftung, wie im Garten, der Küche, Wäscherei oder beim Hausmeister möglich. Mieter des Intensiv Betreuten Wohnens arbeiten bereits erfolgreich in den städtischen Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Gemeinsam und doch eigenständig leben: Ambulantes Wohnen für Menschen mit intensiveren Unterstützungsbedarfen

Auch für Menschen mit geistiger Behinderung, die erhöhten Unterstützungsbedarf im lebenspraktischen, pflegerischen, psychosozialen, Arbeits- und Beschäftigungsbereich haben, gibt es die Möglichkeit, in die eigene Wohnung zu ziehen. Inmitten der Südlichen Innenstadt werden sie in drei Wohngemeinschaften, fußläufig zum Förderwohnheim, betreut. Mitarbeiter der Paul-Riebeck-Stiftung helfen ihnen rund um die Uhr bei wohnbezogenen und alltagspraktischen Dingen, wie einkaufen, Essen kochen, Wäsche waschen, Freizeitgestaltung, aber auch Umgang mit Geld, Vermittlung von Kompetenzen zur Wahrnehmung eigener Wünsche und Interessen sowie Hilfe zur Selbsthilfe. Der Ambulante Pflegedienst der Stiftung übernimmt außerdem ihre Grund- und Behandlungspflege. Auch der Besuch der Tagesförderung von Montag bis Freitag gehört zum Angebot. Dort erhalten die WG-Bewohner zusätzlich Struktur für den Tag. Ein Plus für ihre Selbstständigkeit.