Auf Sendung! Einschalten und rein hören. Wenn Menschen mit Handicap Radio machen

Was ist schon normal? Die Radiosendung „rAus:Leben“ auf Radio Corax jedenfalls nicht. Und gerade deshalb lohnt sich das Einschalten! Jeden Samstag, 11 Uhr, läuft sie. Das Besondere: Sie wird gestaltet und produziert von vier Radiogruppen, deren Mitglieder allesamt ein Handicap haben.

Wenn die Sonne scheint, die Glückshormone durch den Körper kitzeln und einfach schon deswegen gute Laune in der Luft liegt, scheint es einfacher, jemanden anzusprechen. Oder doch nicht? Gibt es eigentlich gute und schlechte Flirtstrategien? Welche Orte und Situationen sind für das Flirten wie gemacht? Und was tun, wenn ich einfach zu schüchtern bin und mir kein Satz über die Lippen kommen will?

Themenwechsel. Wie funktioniert eigentlich ein Flugplatz? Was ist der Unterschied zwischen Träumen und Telepathie?  Was ist so los im Bienenschwarm auf dem Galgenberg? Und: Schließen Pinguine beim Schlafen eigentlich ihre Augen?

Nein, es ist ganz und gar keine „normale“ Sendung, die samstags um 11.00 Uhr eine wachsende Fangemeinde an das Radio holt.

Die Radiomacher lassen ihre Fragen an das Leben ungefiltert und erfrischend in ihr Programm einfließen. Die Sendung „rAus:Leben“ auf Radio Corax wird gestaltet und produziert von vier Radiogruppen, deren Mitglieder allesamt ein Handicap haben. Bei zwei Radiogruppen, den „Die IRRLÄUFER“ und der „IG Schönklang“, machen zehn Klienten des Förderwohnheims für Menschen mit geistiger Behinderung der Paul-Riebeck-Stiftung das Programm.

Die Sendereihe wird dabei von den jeweiligen Gruppen selbst inhaltlich aufbereitet. Dazu gehören das Vorbereiten und Führen von Interviews, vor Ort-Recherchen, die Moderation sowie die Musikauswahl. Professionelle Hilfe erhalten sie dabei von Medienpädagogen des Radios Corax und von Mitarbeitern der Stiftung. Je nach Fähigkeit und Interessenlage vermitteln sie die Grundkenntnisse des Radiomachens und unterstützen die individuellen Stärken der Radiomacher.