Seit 2017 gehört die possierliche Faultierseniorin zur "Stiftungsfamilie". Als Patin unterstützt die Paul-Riebeck-Stiftung mit einem jährlichen Beitrag das Wohlbefinden des Tieres, das sich jetzt sicher vermehrt auf seine Lieblingsspeisen wie Bananen, Weintrauben, Honigmelone oder hartgekochte Eier freuen darf. Übrigens: Die eigentliche Heimat der Faultiere ist Südamerika. Dort ist Paula auch geboren. Sie kam erwachsen in den Bergzoo Halle und nennt den Reilsberg mittlerweile seit über 40 Jahren ihr Zuhause.

Zoo Halle sorgt für wachsende Faultierpopulation

Insgesamt 268 Faultiere leben in den europäischen Zoos. Das ist eine von vielen Informationen, die im europäischen Zuchtbuch für Zweifingerfaultiere festgehalten werden. Geführt wird es im Bergzoo Halle und ist die Grundlage für das Zuchtprogramm in Europa. Seit 1996 existiert diese Datenbank, die vom Europäischen Zooverband in Auftrag geben wurde. Ziel ist es, für Nachwuchs zu sorgen, aber Inzucht zu vermeiden. Das klappt bisher gut. In Europa konnte die Faultierpopulation, dank Zuchtbuch, von 100 auf 250 Tiere vergrößert werden. In Europa existieren rund 150 Zuchtbücher insgesamt. Jeder Zoo kümmert sich in diesem Zusammenhang um eine andere Tierart.

Patenbrief

Aktuelle Meldung: Trauer um Patentier Paula - Die Nachricht vom plötzlichen Tod des Faultiers Paula hat auch uns tief getroffen. Mit ihren 50 Jahren war Paula das älteste in einem Zoo lebende Zweifinger-Faultier der Welt. Das war sogar einen Eintrag ins Guinnes-Buch der Rekorde wert. Unsere „Stiftungsfamilie“ ist nun um ein geliebtes Mitglied kleiner geworden. Wir sind dennoch dankbar einen Beitrag zu Paulas glücklichem Leben im Zoo geleistet zu haben.